Vita

Portrait Malte RoesnerDer deutsch-amerikanische Bass Malte Roesner wurde 1979 in New York geboren. Schon frühzeitig entwickelte sich sein musikalisches Interesse und er begann im Alter von fünf Jahren Geigenunterricht zu nehmen. Als Mitglied des Knabenchors Hannover sammelte er bereits während der Schulzeit erste solistische Erfahrungen als Sänger auf der Konzert- und Opernbühne. Nach dem Abitur studierte Malte Roesner an der Universität Hamburg und der Hochschule für Musik und Theater Hannover Musikwissenschaften und Operngesang. Er vertiefte seine Gesangsausbildung in der Liedklasse von Prof. Irwin Gage, der Meisterklasse von Bruno Pola in Lugano und mit KS Carlos Álvarez in Sevilla. Mit Unterstützung von Paulette Vineyard-Herbich und dem Stellv. Musikalischen Studienleiter der Wiener Staatsoper Mats Knutsson hat er kürzlich seinen Fachwechsel zu Bass-Bariton- und Bassrepertoire vollzogen, nachdem er vormals als Bariton gesungen hatte.

Malte Roesner war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, sowie des Richard-Wagner-Verbandes.

Von 2005 bis 2015 war er Ensemblemitglied des Staatstheaters Braunschweig, wo er sich über fünfzig Partien erarbeitet hat. Zu seinem Repertoire als Bariton gehörten neben den meisten wichtigen Mozartpartien u.a. Enrico in Lucia di Lammermoor, Belcore in L’elisir d’amore, Ping in Turandot, Schaunard in La Bohème und Sharpless in Madama Butterfly, Dr. Falke in Die Fledermaus, Paolo in Simone Boccanegra, der Heerrufer in Lohengrin, Nick Shadow in The Rake’s Progress und Masaniello in der deutschen Erstaufführung von A. Carlos Gomes’ Salvator Rosa. Bevor er die Partie des Ford in Verdis Falstaff am Staatstheater Braunschweig sang, hatte er sie bereits bei den Wernigeröder Schlossfestspielen mit großem Erfolg verkörperte er. Er sang Escamillo in Carmen bei einem Sommerfestival in Stuttgart. Er gab er den Ottokar in Webers Freischütz am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Rendsburg und den Friedrich in Wagners Das Liebesverbot am Südthüringischen Staatstheater in Meinigen. Beide Partien hatte er zuvor ebenfalls in Braunschweig gesungen.

In der Uraufführung einer musiktheatralischen Fassung von Schnitzlers Traumnovelle von Alex Novitz sang er den Fridolin und bei der Eröffnung der Münchner Biennale für neues Musiktheater 2014 u.a. Marco Polo in Marco Nikodijevics Oper Vivier. Ein Nachtprotokoll.

An den Produktionen von Jake Heggies For a Look or a Touch (Manfred) und Jonathan Doves Mansfield Park (Edmund Bertram) war Malte Roesner nicht nur als Darsteller der männlichen Hauptrollen involviert, sondern er verfasste auch die offiziellen deutschen Übersetzungen. Die deutsche Version von Mansfield Park wartet derzeit auf Verlag bei Edition Peters.

Als Joe Gillis im Musical Sunset Boulevard, seiner ersten großen Musicalpartie, erregte er große Aufmerksamkeit in der deutschen Musicalfachpresse.

Sein Repertoire als Liedsänger reicht von Werken von Schumann, Wolf und Haydn bis zu Ibert, Mahler und Copland. Zuletzt präsentierte er sich mit Brahms Die schöne Magelone in Zürich oder auch mit Totenliedern von Schubert, den Hölderlin-Gesängen von Fortner und den Neuen Alexanderliedern von Rihm. Im Ballettabend Schattengänger war er am Staatstheater Braunschweig als Gesangssolist mit Schumanns Liederkreis Op. 39, Dichterliebe und Kerner-Lieder zu hören.

Im Konzert sang Malte Roesner z.B. die Weihnachtsoratorien von Bach und Graun in Bad Königshofen, die Musikalischen Exequien und die Johannispassion von Schütz in Hannover, Bachs Weihnachtsoratorium und A Survivor from Warsaw von Schönberg im Braunschweiger Dom, das Te Deum und die Messe in D von Dvořák im Kaiserdom Königslutter und Haydns Nelson-Messe und Rutters Mass of the Children in Stuttgart. Zu Beginn der Spielzeit 2013/2014 war er in Orffs Carmina Burana auf dem Burgplatz zu hören